ADTV TANZSCHULE DIETER KELLER GbR

Tänze im Überblick

Die Standard Tänze

 

Langsamer Walzer ...

LW, 3/4-Takt, 30 Takte pro Minute. Er entwickelte sich in den 20er-Jahren in England aus dem Boston und heißt daher auch (English) Waltz. Die linearen Bewegungen des Boston verwandelten sich dabei in raumgreifende Drehungen, in denen das Paar von Höhepunkt zu Höhepunkt schwingt. Der Langsame Walzer gilt als der schwierigste Standardtanz und ist auch der am häufigsten getanzte. Das weiche Ein- und Ausschwingen zur schmelzenden Musik klassischer Waltz-Melodien macht ihn zum "Tanz des Herzens", auch unsere Tanzschule unterrichtet diesen Tanz schon ab dem Grundkurs.

Tango Argentino ...

T, 2/4 o. a. 4/4-Takt, 33 Takte pro Minute. Der Tango stammt aus Argentinien und ist, dem Stakkato der Musik entsprechend, geprägt vom Wechsel zwischen Aktion und Pause. Die "ruckartigen Aktionen" (von knappen und schnellen Kopfbewegungen begleitete Schritte) werden im Knie weich abgefangen, was dem Tango das Doppelgesicht verhaltener Leidenschaftlichkeit gibt. Die "gehaltenen Pausen" verhindern "Körperschwung" und damit verbundene Hebungen und Neigungen. Interessiert Sie dieser Tanz? Kommen sie vorbei, wir zeigen Ihnen diesen gerne.

Wiener Walzer ...

WW, 3/4-Takt, 60 Takte pro Minute. Er ist mit seinen Varianten (z.B. dem Ländler) ein uralter, vor allem im Alpenraum beheimateter Volkstanz, der wegen seiner "Ungezügeltheit" oft bekämpft wurde. Am preußischen Hof wurde er 1794 verboten, während er 20 Jahre später auf dem Wiener Kongress Triumphe feierte. In Deutschland wurde er 1932 ins Turnierprogramm aufgenommen und ist seitdem nicht mehr aus den Tanzschulen weg zu denken. Karl von Mirkowitsch und Paul Krebs entwickelten aus dem "Drehtanz" den "Schwingtanz". Sein Reiz liegt nicht im Figurenmaterial, sondern im berauschenden Körperschwung.

 

Slow Foxtrot ...

SF, 4/4-Takt, 30 Takte pro Minute. Er entstand um 1900 aus dem Ragtime und amerikanischer Marschmusik. Alsbald entwickelte er sich zum Klassiker unter den "englischen Tänzen". Die linearen Schrittmuster, auf natürlicher Gehbewegung basierend, wirken bei kunstvoller musikalischer Interpretation und lässigem "Understatement" faszinierend. Dem kontinuierlichen Bewegungsfluss entsprechend, sind "fließende Posen" besonders "foxy".

Quickstep ...

Q, 4/4-Takt, 52 Takte pro Minute. Dieser entstand Mitte der 20er-Jahre, als parallel zum Onestep das Tempo des Foxtrotts beschleunigt wurde. Im Gegensatz zum Langsamen Walzer, mit dem ihn geschlossene Drehungen und Chasses verbinden, ist der Quickstep dadurch charakterisiert, dass die Körpergeschwindigkeit bei "Slow" fast die gleiche ist wie bei "Quick" oder bei besonders schnellen Schrittfolgen (z.B. Pepperpot). In der Familie der Standardtänze gilt er als "der Sekt unter den Weinen": perlend in seinen lang gestreckten Bewegungen und spritzig in seinen Hüpfschritten.

Die Lateintänze

 

Samba ...

2/4-Takt, 54 Takte pro Minute. Stammt in seiner stationären Grundform aus Brasilien bzw. aus uralten Kreistänzen der Bantu-Neger und wurde in Europa zum variationsreichen Turniertanz entwickelt. In Wiegeschritten und Voltadrehungen, Rollen und Promenadenläufen bewegen sich die Paare wellenförmig durch den Raum. Während die Wellenbewegung früher aus einem Erheben im Bein kam (Bounce), wird sie heute mehr durch die Bauchmuskulatur erzeugt (Contraction and Release).

 

Cha-Cha-Cha oder auch ChaCha ...

4/4-Takt, 32 Takte pro Minute. Der Cha-Cha stammt aus Kuba. Er wurde von Enrique Torrin aus dem Mambo entwickelt und 1957 von Gerd und Traute Hädrich nach Deutschland "importiert". Der Cha-Cha-Cha hat viele Elemente aus anderen Tänzen in sich aufgenommen, besonders aus Jazz, Beat und Disco. Seinen Grundcharakter, der ihn besonders bei den unter 20- und den über 40- jährigen zum beliebtesten Lateintanz machte, hat er dabei nicht verloren: Im Cha-Cha-Cha kommen übermütige Ausgelassenheit und koketter Flirt zum Ausdruck. Der Cha-Cha lässt sich wunderbar auf unseren Tanzpartys der Tanzschule Keller austesten, bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Seite.

Rumba  ...

4/4-Takt, 28 Takte pro Minute. Dieser stammt aus dem Mambo-Bolero und ist mit der Habanera verwandt. Sie ist ein afrokubanischer Werbungstanz: Die Dame schwankt zwischen Hingabe und Flucht und der Herr zwischen Zuneigung und Selbstherrlichkeit. In Deutschland wurde die Rumba 1932 ins Turnierprogramm aufgenommen. Sie ist der Klassiker unter den Lateintänzen, erfordert Ausdruckskraft und Sparsamkeit der Mittel.

Salsa...

Wie die Salsa-Musik ist auch der dazugehörige Tanz eine Verbindung afrokaribischer und europäischer Tanzstile. Die Ursprünge stammen aus dem englischen Kontratanz des 17. Jahrhunderts. In vielen Figuren steht sich das Paar dort in einer ähnlichen Tanzhaltung wie beim Gesellschaftstanz gegenüber, bei der die Frau ihre linke Hand auf dem Oberarm oder die Schulter des Mannes legt, der Mann mit seiner rechten Hand ihre Hüfte umfasst und sich die freien Hände in der Luft treffen. Der Kontratanz war ein Gruppentanz; die meisten Figuren umfassten zwei 4/4-Takte, also acht Schläge.

Jive ...

im 4/4-Takt, 44 Takte pro Minute. Wurde als Jitterbug und Boogie-Woogie (später auch Bebop) um 1940 von amerikanischen Soldaten nach Europa gebracht, in England zum Jive entwickelt und schließlich in das Turnierprogramm der Lateintänze aufgenommen (Profis national 1968, Amateure national 73, international 76). Mit ihrer Off-Beat-Betonung auf zwei und vier verrät die Musik ihren afrikanischen Ursprung. Der Jive bringt robuste Lebensfreude zum Ausdruck. Er war der Tobetanz der Vor-Beat-Generation, aus dem sich auch der akrobatisch-athletische Rock 'n Roll entwickelt hat. Dieser sehr schnelle Tanz hat bis heute seinen verdienten Platz in den Tanzschulen.

Discofox ...

Der Discofox ging aus dem Foxtrott hervor, als um 1967 frei improvisierende Discotänzer zur Tanzhaltung zurückkehrten und den klassischen Foxtrott um Elemente aus Swing, Boogie-Woogie und Two-Step bereicherten. Dabei entstand in den USA der Hustle, in Europa der Discofox, der 1979 in das Welttanzprogramm aufgenommen wurde.